Jean-Baptiste Lully: Phaéton

lully_phaetonKein Großmeister der Oper ist zurzeit unbeliebter als Jean-Baptiste Lully. Die Theater scheuen seine Werke wie der Teufel das Weihwasser. Umso erfreulicher die Wiederentdeckung seiner Bühnenwerke durch Christophe Rousset und Les Talens Lyriques. Ein saftig sprühendes Klangbild, explosive Frische und die durchweg idiomatische Besetzung (etwa mit mehreren Haute-contres, einer spezifisch französischen Spielart des hohen Tenors) machen den zu Unrecht für steif und pomphaft-zeremoniös gehaltenen „Phaéton“ quicklebendig. So wird fern eines auf Stars setzenden Glamourwesens, wie es große Labels gern betreiben, ein neuer Weg beschritten, den Rousset und sein Ensemble mit „Amadis“ glücklich weiterverfolgt haben. (Für die Jury: Kai Luehrs-Kaiser)

Der Jahrespreis wurde im Rahmen eines Konzerts der NDR-Reihe „Das Alte Werk“ in der Hamburger Laeiszhalle am 3. November 2015 von PdSK-Jurorin Elisabeth Richter an Christophe Rousset überreicht.


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