Vijay Iyer Trio: Break Stuff

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Filigrane Verästelung und Powerplay, Hochgeschwindigkeit und Langsamkeit, Harmonieseligkeit und Dissonanz: Aus gegensätzlichen Elementen gestaltet das Vijay Iyer Trio intensive Kompositionen, die aus der Geschichte des Jazz wie der europäischen Konzertmusik schöpfen. Unter den zwölf Stücken finden sich Konzentrate aus Iyers Suite „Break Stuff“, die er für das New Yorker Museum of Modern Art komponiert hatte, aber auch aus „Open City“, das für ein Projekt mit dem Dichter Teju Cole entstand. Iyer, der Pianist, ist Amerikaner mit indischen Wurzeln. Zusammen mit Schlagzeuger Marcus Gilmore und Kontrabassist Stephan Crump vereint er die Freiheiten nach Bop, New Thing und Ethno-Jazz zu einem historisch informierten Konzept, in dem alles enthalten ist, aber nichts explizit nach vorn gerückt wird. Wenn das Trio Thelonious Monks „Work“ und John Coltranes „Countdown“ bearbeitet, baut es die Stücke völlig neu auf. Das Album steht für eine Tendenz, mit zeitgenössischem Jazz aus der Heimstätte der Clubs auszubrechen und sich in Museen und Konzertsälen zu etablieren. (Für die Jury: Werner Stiefele)

Vijay Iyer nahm den Jahrespreis des Preises der deutschen Schallplattenkritik e. V. (PdSK) Im Rahmen seines Konzertes am 6. Mai 2016 im Club Lido in Berlin entgegen.

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