Christoph Vratz

vratz1Die großen schwarzen Scheiben, von denen es immer hieß: "Vorsichtig anpacken, sonst verkratzen sie", waren mir als Kind suspekt. Die technischen Quantensprünge fielen zum Glück in eine Zeit, als mich der Virus intensiven Musikhörens so richtig packte. Die CD kam auf den Markt und damit auch ins elterliche Haus nach Mönchengladbach. Außerdem lieferte der Postbote einmal monatlich ein Musikheft ab: "Fono Forum". An diesen Tagen kamen sämtliche Hausaufgaben in die Warteschleife. Etwa zur gleichen Zeit erlag ich der Faszination Radio. Wenn samstags im WDR Bundesliga und "Das Interpretenporträt" gleichzeitig liefen, wurde der Kassettenrekorder aktiviert, so dass beide Seiten, Borussia und Horowitz, zu ihrem Recht kamen. 1972 geboren, studierte ich in Wuppertal und Paris Germanistik und Romanistik. Glückliche Umstände bewahrten mich vor dem Schuldienst und boten Gelegenheit zu einer Promotion über die Wechselbeziehungen von Musik in Literatur. 1999 erfolgte der Sprung ins kalte Wasser einer musikjournalistischen Freiberufler-Existenz, zunächst schreibend für die "Rheinische Post" und andere Printmedien, darunter "Opernwelt" und – ein Kreis hatte sich geschlossen – "Fono Forum". Im Jahr 2000 folgte ich den Lockungen des Rundfunks, dessen Möglichkeiten mir auch im multimedialen Zeitalter noch nicht überholt scheinen. Zur Jurorentätigkeit beim "Preis der deutschen Schallplattenkritik" kam es im Jahr 2003. Meiner frankophilen Vorliebe treu verbunden, lebe ich samt Familie an der "Côte à Sürth" im Süden von Köln.

 

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