Mieczysław Weinberg: Symphonien Nr. 2 & 21

01-weinberg-DG-028948365661Dirigieren im 21. Jahrhundert ist nicht mehr reine Männersache. Endlich! Mirga Gražinytė-Tyla gehört zur ersten Generation, die dies als Selbstverständlichkeit etablierte – mit vollem Risiko, ohne Konzessionen an marktgängige Routine. Ihr Markenzeichen sind innovative Programme, ihr Dirigierstil ist hochexpressiv, ihre Technik souverän, gern kombiniert sie neue Musik mit unbekannter. Für ihr DG-Debüt wählte sie zwei Werke des jüdisch-polnisch-russischen Komponisten Mieczysław Weinberg aus, der erst posthum allmählich zu voller Anerkennung findet. Seine 2. Symphonie von 1945 hat klassizistisches Format, unverkennbar indes tönt bereits der schwarz-melancholische, folklorefundierte Melodienfluss, typisch für Weinberg, den Gražinytė-Tyla mit der Kremerata dynamisch ausgestaltet. Die Symphonie op.152, ein epischer Klagegesang, ist den Opfern des Warschauer Ghettos gewidmet, und mündet in eine Sopranvocalise: Die Dirigentin singt. (Für den Jahresausschuss: Eleonore Büning)

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