Camille Saint-Saëns: Ascanio

02-Saint-Saens-Ascanio-LBM-013Dreizehn Opern hat Camille Saint-Saëns komponiert, bekannt war lange Zeit nur „Samson et Dalila“. Inzwischen gibt es immerhin sechs weitere auf CD. Der Dirigent Guillaume Tourniaire hatte sich schon 2008 mit dem Einakter „Hélène“ als ein engagierter und kompetenter Saint-Saëns-Interpret profiliert. Mit dieser Aufnahme der 1890 in Paris uraufgeführten fünfaktigen Oper „Ascanio“ ist ihm nun die mitreißende, quellengenaue Wiederentdeckung eines Meisterwerks gelungen. Ausgezeichnet agieren die jungen Solisten des Ensembles, großartig Chor und Orchester der Genfer Musikhochschule. Erfahrbar wird die ganze Bandbreite des Opernkomponisten Saint-Saëns: Tableaus im Stile der Grand Opéra stehen neben bald lyrischen, bald dramatischen Arien und Szenen, die vokal ebenso vielfältig sind wie die raffinierte Farbigkeit des Orchesters. In der fast halbstündigen Ballettmusik lässt Saint-Saëns immer wieder Originalmusik des 16. Jahrhunderts anklingen: „Ascanio“ – nach einem Roman von Alexandre Dumas – ist quasi die Fortsetzung des „Benvenuto Cellini“ von Berlioz. (Für den Jahresausschuss: Michael Stegemann)

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