Institute for Computermusic and Sound Technology, Zürich

04-les-espaces-electroacoustic-iiEs wirkt paradox, den Begriff der historisch informierten Aufführungspraxis auf elektroakustische Musik zu übertragen. Aber wie sonst sollten diese Werke aus den fünfziger und sechziger Jahren heute noch aufgeführt werden? Die damaligen Geräte sind Museumsstücke, wir hören anders, Raumklang ist keine visionäre Idee mehr, sondern realisierbar. Jede technische Aktualisierung wird somit zu einem Akt der Interpretation, der Quellenkenntnis und künstlerische Verantwortung erfordert. Das Team vom Institute for Computer Music and Sound Technology an der Zürcher Hochschule der Künste hat auf dieser Basis einen neuen Zugang zur Klangwelt der frühen elektroakustischen Musik gesucht. Die sieben sorgfältig aufbereiteten Werke des Albums, darunter Ikonen wie „La fabbrica illuminata“ und das ewig problematische, weil nie zu Ende komponierte Manifest „A floresta é jovem e cheja de vida“ von Luigi Nono, „Kontakte“ von Karlheinz Stockhausen und zwei elektronische Meisterwerke von Gottfried Michael Koenig: Sie alle erstrahlen in neuem Glanz. Ein Hörabenteuer aus experimentierfreudigen Zeiten. (Für den Jahresausschuss: Max Nyffeler)

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