Bob Dylan

07-bob-dylan-rough-rowdy-waysEin Album von Bob Dylan zu prämieren, ist eine gewagte Sache. Besitzt er nicht schon alle Preise und wird es ihn überhaupt interessieren? Das muss uns egal sein, denn mit „Rough And Rowdy Ways“ hat His Bobness dem Jahr 2020 den Soundtrack geliefert. Die monströse Single „Murder Most Foul“ beiseitegelassen, finden sich auf „Rough And Rowdy Ways“ Songs der Lebenserfahrung und Weisheit, der Komplexität und des Common Sense. Sie stehen für Haltung und fein-bitteren Humor, und sie knüpfen an die Alben „Love And Theft“, erschienen im 9/11 Jahr, und „Time Out Of Mind“ an, das 1997 nach ähnlich langer Frist mit ähnlich relevanten Songs in die Zeit passte. Nun plaudert Dylan vom omnientfalteten Menschen in „I Contain Multitudes“, von entgrenzter Emotionalität in „I’ve Made Up My Mind To Give Myself To You“, rumpelbluest in „Goodbye Jimmy Reed“ zu Ehren des Elvis-Presley Songschreibers und krönt das entspannt-essentielle Album mit „Key West (Philisopher Pirate)“ – eine Reflexion der Beatnick Wurzeln, die dort, unter dem Radar, Unsterblichkeit finden. (Für den Jahresausschuss: Christine Heise)

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