Zum Tod von Christoph Zimmermann

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Traurige Nachricht: Christoph Zimmermann, unser langjähriger Juror-Kollege, verstarb vor drei Wochen. Er wurde 76 Jahre alt. Der genaue Zeitpunkt seines Todes ist nicht bekannt. Er wurde, weil er nicht, wie angekündigt, zu einem Konzert kam, von Bekannten gesucht und tot in seiner Wohnung aufgefunden. Christoph Zimmermann war Cellist, Pianist, Musikwissenschaftler und Kritiker. Hauptberuflich lange Jahre als Redakteur für Musikdokumentation im Schallarchiv des WDR tätig, mit Schwerpunkt symphonische Musik, Oper, Operette und historische Aufnahmen, schrieb er nebenher regelmässig aktuelle Kritiken, vorwiegend über Theater-, Oper- und Konzertereignisse aus dem Köln-Bonner Raum, in letzter Zeit vor allem für die Online-Magazine "Der neue Merker", "Opernfreund", "O-Ton" und "Theater pur". Für den PdSK arbeitete er seit 2004 ehrenamtlich in der Jury "Historische Aufnahmen" mit, als ein extrem mitverantwortlich denkender und gewissenhafter Kollege mit bestechender Repertoirekenntnis, der stets den Finger hob, wenn er eine sachliche oder fachliche Ungerechtigkeit ahnte. Wir haben dann zwar manchmal telefoniert, doch nur wenige Male hatte ich persönlich Gelegenheit, ihn zu treffen und mit ihm auch über Nicht-Vereinsdinge zu sprechen; einmal aus Anlass der Jahrespreisverleihung an Cecilia Bartoli, das letzte Mal im März dieses Jahres im kleinen Sendesaal des WDR, als Daniel Behle die "Winterreise" sang. Ich lernte ihn dabei kennen als einen bescheidenen, ernsten Menschen, der rückhaltlos und leidenschaftlich der Sache der Musik verschrieben war. Christoph Zimmermann konnte sehr gut zuhören, aber auch ebenso gut mit Witz und scharfer Urteilskraft austeilen, wie nur je ein Musikkritiker alten Schlages. Er fehlt. Wir werden ihn sehr vermissen. Eleonore Büning (für den Vorstand des PdSK)
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