Die Jahrespreis-Longlist 2017 ist erschienen

Bonn. Der Jahresausschuss des Preises der deutschen Schallplattenkritik (PdSK e.V.) hat getagt. Er veröffentlicht die aktuelle Longlist für die Jahrespreise 2017, nominiert von der Gesamtjury. Die Liste umfasst 91 herausragende Produktionen aus den letzten achtzehn Monaten. Welche Titel davon das Rennen machen werden, wird zeitnah bekannt gegeben.icon Longlist Jahrespreise 2017

Jahresausschuss 2017 Preis der deutschen SchallplattenkritikDie acht Kritiker-Juroren im Jahresausschuss 2017 sind: Susanne Benda (Jury Chormusik, Stuttgarter Nachrichten, Sabine Fallenstein (Jury Cembalo & Orgel, SWR), Manfred Gillig-Degrave (Jury Rock, musikwoche), Mike Kamp (Jury Folk & Singer/Songwriter, Folker),  Michael Kube (Jury Orchestermusik, Freier Autor, Fono-Forum),  Joachim Mischke (Jury Filmmusik, Hamburger Abendblatt), Werner Stiefele (Jury Jazz I, Fachjournalist für Jazz) und Jörg Wachsmuth (Jury R&B, Soul & HipHop, Freier Autor, rap2soul). Foto: Angelika Inhoffen
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Das Quartett der Kritiker beim Musikfest 2017 "Fremd bin ich …."

  Quartett der Kritiker. Alte Oper Frankfurt. Foto: Achim ReissnerFrankfurt. Vier Juroren des PdSK debattierten am 23. September 2017 in der Alten Oper Frankfurt über unterschiedliche Aufnahmen von Schuberts „Winterreise“, (v.l.) Wolfgang Schreiber, Jürgen Kesting, Albrecht Thiemann und Uwe Schweikert.

Im Anschluss an die einstündige Diskussion wurde das Werk live dargeboten mit dem Tenor Julian Prégardien, am Klavier Michael Gees.

Foto: Achim Reissner

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Die neue Longlist vom Preis der deutschen Schallplattenkritik

Bestenliste - Preis der deutschen SchallplattenkritikBonn. Der Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK e.V.) stellt seine aktuelle Longlist vor. Insgesamt haben 157 Juroren aus 32 Fachjurys 258 Neuerscheinungen von Tonträgern aus dem letzten Quartal vorgeschlagen für die Auswahl der vierten Bestenliste 2017. Die Bestenliste 4/2017 wird am 15. November veröffentlicht.
icon Longlist 4.2017


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Quartett der Kritiker zu Gast beim Musikfest Berlin

  musikfest-berlin2017Berlin. Das Musikfest in Berlin lädt sich das Quartett der Kritiker des PdSK regelmäßig zu Gast. Und traditionell wird aus dieser Talkshow dann jedesmal von DRadio-Redakteur Olaf Wilhelmer eine Rundfunksendung destilliert, die von Deutschlandradio verbreitet wird. Thema im September 2017 war Jubiläumskomponist Claudio Monteverdi und die Geschichte der Monteverdi-Rezeption. An die zweihundert interessierte Zuhörer kamen am 3. September nachmittags ins Foyer der Kleinen Philharmonie, um sich unter anderem die legendäre Plattenaufnahme des Madrigals „Zefiro torna“ mit Nadia Boulanger von 1937 anzuhören. Außerdem führten die vier Juroren des „Preises der deutschen Schallplattenkritik“ e.V.  exemplarische Plattenvergleiche zu Monteverdis „Marienvesper" sowie zur Oper „Il Ritorno d’Ulysse in Patria“ vor. Auf dem Podium: Matthias Hengelbrock, Eleonore Büning, Olaf Wilhelmer (als Moderator), Volker Hagedorn und Michael Stegemann. Der „Ulysse“ wurde anschließend in der großen Philharmonie halbszenisch dargeboten unter Leitung von Sir John Eliot Gardiner.

Schwerpunktmäßig mit der „Marienvesper“ befasst sich der Mitschnitt, der am 23. September um 19.05 Uhr auf DRadio zu hören sein wird. Foto: Berliner Festspiele/ Musikfest Berlin


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Quartett der Kritiker zu Gast beim 28. Musikfest Bremen

  musikfest_bremen_qua7c72caBremen. Schon zum zweiten Mal debattierte das Quartett der Kritiker des PdSK in der Glocke. Erstmals nun zu Gast beim Musikfest Bremen. Diesmal ging es in dieser musikalischen Talkshow um das große Thema „Mozarts Requiem“ - ein Werk, das fragmentarisch überliefert und von Legenden umrankt ist, aber wohl auch gerade deshalb zu den beliebtesten und meisteingespielten gehört. Die vier Juroren des „Preises der deutschen Schallplattenkritik“ e. V. führten im kleinen Saal der Bremer Glocke am 23. August einen spannenden Diskurs über höchst unterschiedliche Aufnahmen und Lesarten, mit Tonbeispielen. Im Anschluss daran wurde das Requiem von Teodor Currentzis und seinem Orchester musicaeterna im großen Saal der Glocke live aufgeführt.
Auf dem Podium (v.li.n.re):  Joachim Mischke (Hamburger Abendblatt), Michael Struck-Schloen (freier Musikjournalist für WDR, Süddeutsche Zeitung u. a.), Susanne Benda (Stuttgarter Nachrichten) und Rainer Wagner (Hannoversche Allgemeine Zeitung). Foto: Nikolai Wolff/Fotoetage

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Jahrespreisverleihung an Hans-Christoph Rademann

  jahrespreis_fuer_rademannHeilsbronn. Zum Auftakt gab es im Münster Heilsbronn eine festliche Preisverleihung: Der Dirigent Hans-Christoph Rademann (Foto links) nahm den Jahrespreis 2016 der deutschen Schallplattenkritik (PdSK e.V.) entgegen, mit seinem Elite-Ensemble, dem Dresdner Kammerchor, mit dem er die große Heinrich-Schütz-Edition in Angriff genommen hatte. Dann folgten rund neunzig Minuten „Schwanengesang“ op.13. Und danach, nach einigen Augenblicken stiller Ergriffenheit, ein Applaus, der nicht mehr enden wollte. Rademann wurde vom Publikum stürmisch gefeiert. Längst hat es sich herumgesprochen, dass seine seelenvollen, glasklaren Interpretationen der Werke von Heinrich Schütz durch dieses Rademannsche Elite-Ensemble ein ganz außerordentliches Ereignis sind, das man tunlichst nicht versäumen darf: Kein Plätzchen in der großen Hallenkirche blieb leer zur Matinee im Rahmen der Bachwoche Ansbach, am 1. August 2017, vormittags um 11 Uhr, auch nicht bei der Wiederholung dieses Ausnahme-Konzertes, am Nachmittag. Beide Konzerte wurden mitgeschnitten für Deutschlandfunk und BR, zugleich auch für das nächstfolgende Album der großen Schütz-Edition beim Label Carus. Die Urkunde wurde von PdSK-Jurorin Eleonore Büning (rechts im Bild) überreicht, sie sagte in ihrer Laudatio: „Das Musizieren hat bei  Rademann immer auch eine metaphysische Dimension, etwas Weiterführendes, was über die Wirklichkeit hinausgeht.“ Rademann arbeite, so Büning weiter, an einem Klangideal, „das aus der Rede herkommt und eine Seelenrede ist, bildmächtig.“  Wenn die meisterlichen Werke Schützens heute zunehmend nicht mehr nur von einigen Spezialisten, sondern auch vom großen Publikum geliebt und verstanden würden, so sei dies Rademann zu danken. Foto: Hans von Draminski

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Ehrenpreis an Palazzetto Bru Zane in Paris

  Ehrenpreis an Pallazetto Bru Zane in ParisParis. Im Rahmen des fünften Festivals Palazzetto Bru Zane wurde dieses vor acht Jahren in Venedig begründete Musikforschungs-Zentrum mit einem Ehrenpreis des PdSK e.V. ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand zum Auftakt einer ausverkauften Aufführung der Oper Phèdre von Jean-Baptiste Lemoyne am 8. Juni im Théâtre des Bouffes du Nord in Paris statt. Nicole Bru, Begründerin und Sponsorin des venezianischen Centre de musique romantique francaise konnte die Urkunde  persönlich entgegen nehmen. Juror Manuel Brug überbrachte  Madame Bru die Glückwünsche der Gesamtjury und hob in seiner auf Französisch gehaltenen Laudatio den Pioniercharakter ihres Instituts hervor. „Einzigartig in jeder Hinsicht“ seien zumal die Plattenproduktionen des Palazzetto Bru Zane, die in Zusammenarbeit mit dem spanischen Label Ediciones Singulares entstanden sind: „Hier ist der Name zum Programm geworden – von der künstlerisch hochkarätig besetzten Produktion bis hin zur individuellen Präsentation der CDs, jeweils in hochwertig ausgestattetem Buchformat, mit ausführlichen, den historischen Hintergrund ausleuchtenden Essays“. Mit einer staunenswerten Fülle an Wiederentdeckungen habe der Palazzetto Bru Zane binnen kurzem neue Repertoire-Horizonte für das Musikleben eröffnet. Brug weiter: „Wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass unser Wunsch nach französischer Musik des neunzehnten Jahrhunderts einmal so groß werden würde, dass wir ungeduldig auf die neue Saison der Stiftung Palazzetto Bru Zane warten, um unseren immer noch wachsenden Hunger wenigstens mit ein paar köstlichen Akustikhappen befriedigen zu können?“

Abgebildet: Nicole Bru (links) mit Manuel Brug. Fotocredit: Ulrike Wilckens (Palazzetto Bru Zane).

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Quartett der Kritiker bei den Dresdner Musikfestspielen

  Quartett der Kritiker bei den Dresdner MusikfestspielenDresden. Wer braucht das Beethovenjahr, das da schon wieder am Horizont aufdämmert? Beethoven ganz bestimmt nicht! Seine Musik ist immer aktuell, überall präsent, sie wird immer wieder anders und neu interpretiert - wenn überhaupt, dann braucht sie hellwache Zuhörer und den kritischen Diskurs. Am 10. Juni 2017 ging es im schönen Coselpalais vis à vis der Frauenkirche in Dresden heiß her um Ludwig van Beethovens Symphonie Nr.3 op.55 Es-Dur - die sogenannte Eroica. Zum wiederholten Mal hatten die Dresdner Musikfestspiele sich das Quartett der Kritiker des PdSK e.V. zu Gast gebeten. Festivalleiter Jan Vogler persönlich begrüßte die streitbare Talk-Runde mit den Juroren Susanne Benda (Stuttgarter Nachrichten), Manuel Brug (Welt),  Markus Thiel (Münchner Merkur) und Albrecht Thiemann (Opernwelt). Satz für Satz führten die vier Musikkritiker einem aufmerksamen Publikum die besten (aber auch einige interessant missratene) Tonaufnahmen des allzu bekannten Werkes in exemplarischen Ausschnitten vor, mit Kommentar. Anschließend, beim Abend-Konzert in der Frauenkirche, war die „Eroica“ dann live zu erleben, gespielt vom „historisch informierten“ Dresdner Festivalorchester unter der Leitung von Ivor Bolton.

Abgebildet von links nach rechts: Jan Vogler (Cellist und Leiter der Dresdner Musikfestspiele); sitzend: Manuel Brug, Susanne Benda, Albrecht Thiemann, Markus Thiel. Fotocredit: Kahl-Wolfsjäger.

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Spannendes Experiment auf der High End

  Musikkritiker auf der High End MünchenMünchen. Mit mehr als 21.000 Besuchern ist die High End in München inzwischen die weltweit größte Fachmesse der Audiobranche. Dort kann man die feinen Geräte, mit denen sich Musik genießen lässt, in allen nur denkbaren Varianten bestaunen. Doch ohne ausgezeichnete Musik ist auch die hochwertigste und ausgeklügeltste Musikübertragungsanlage nur ein leeres Medium. Wer aber sagt uns, welche Musikproduktionen sich wirklich lohnen? Genau: die Kritiker vom PdSK. 

Nach welchen Kriterien sie Musik beurteilen und welche Rolle Aufnahme- und Übertragungstechnik zwecks Steigerung des Hörvergnügens spielen können, darüber diskutierten am 20. Mai 2017 auf der High End in München vier PdSK-Juroren und zwei besondere Gäste, wobei sie die Musikbeispiele über edle Geräte des skandinavischen Herstellers Primare abspielten, schließlich war man ja nicht bloß zufällig zum ersten Mal auf der High End.
Auch die Musikauswahl war eine Premiere: Sie stellte die Neu-Edition eines klassischen Rockalbums ("Stand Up" von Jethro Tull) neben Neue Musik von Iannis Xenakis ("Persephassa" für sechs Schlagzeuger, "La Légende d'Eer" für siebenspuriges Tonband) sowie Jazz ("Cimbalom Unlimited" von Miklos Lukács, Larry Grenadier und Eric Harland) neben die dystopische Lagerfeuerromantik der kanadischen Band Timber Timbre ("Sincerely, Future Pollution"). 
Dabei wurden Querverbindungen deutlich, etwa wenn die Zimbel von Miklos Lukács die Verwandtschaft mit ihrer indischen Verwandten Santoor erkennen lässt. Oder wenn das Tonbandexperiment von Iannis Xenakis an spätere Elektronikmusiker wie Klaus Schulze oder Tangerine Dream erinnert.
Da lag das Fazit nahe: Gute Musik kennt keine Grenzen. Ebenso wie gute Musikwiedergabe. Und am besten ist es, wenn man nicht nur über gute Musik redet oder liest, sondern sie auch gleich hören kann. Wie bei diesem Quartett der Kritiker in München.

Auf dem Foto (von links): Max Nyffeler, als Gast Harald Reitinger (Komponist, Produzent, TV-Moderator), Lothar Brandt, MusikWoche-Herausgeber Manfred Gillig-Degrave, als Gast Andreas Spreer (Tonmeister, Gründer und Inhaber des Labels Tacet) und Ralf Dombrowski.

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Ehrenpreis für die Stimme von Robert de Niro

Ehrenpreis-2017 an Christian BruecknerBonn. Kenner nennen ihn „The Voice“ oder „Die Stimme“. Denn als exzellenter Hörbuch-, Hörspiel- und Synchronsprecher ist Christian Brückner nicht nur die deutsche Stimme von Robert de Niro – er ist schlicht einer der Besten. Zudem verleiht er mit seinem eigenen Hörbuchverlag (Parlando – Edition Christian Brückner) Werken von Joseph von Eichendorff oder Charles Baudelaire, James Joyce, Franz Kafka oder Adalbert Stifter eine markante Stimme.

Für sein vielfältiges Schaffen erhielt Brückner (auf dem Foto links) am 18. Mai 2017 im Literaturhaus in München eine der wichtigsten Auszeichnungen der deutschen Kulturszene: den Ehrenpreis des PdSK (Preis der deutschen Schallplattenkritik e. V.). Michael Struck-Schloen, PdSK-Juror in der Kategorie Wort & Kabarett, überreichte die Preisurkunde nebst Blumen im Rahmen des Programms „Christian Brückner liest Philip Roth: Verschwörung gegen Amerika“.

In seiner Laudatio stellte Struck-Schloen den Preisträger in eine Reihe mit Hochkarätern wie Herbert von Karajan, B.B. King und Keith Jarrett, wofür sich Brückner gerührt bedankte – und zwar mit „dieser unverwechselbar knarzigen Stimme“, mit der er „selbst feinste atmosphärische Nuancen ausdrücken kann“, wie es in der Jury-Begründung heißt. (Foto: Hagen-Schnauss)

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Jahrespreisverleihung an Steven Schick

Jahrespreisverleihung an Steven SchickFreiburg. Schlagzeuger Steven Schick aus San Diego wurde am 26. April 2017 im Rahmen eines Livekonzerts in Freiburg mit einem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Der Preis wurde ihm von der Gesamtjury des Preises der deutschen Schallplattenkritik  (PdSK e.V.) zugesprochen für seine Produktion von Karlheinz Stockhausens „Complete Early Percussion Works“ (Mode Records, im Vertrieb von Klassik Center) 2015. Diese preisgekrönte Aufnahme,  „ein Meilenstein der Moderne“ (Jury), war die letzte, die Schick mit seinem inzwischen verstorbenen Freund und Dauer-Spielpartner James Avery realisieren konnte. Schick war zu einem Abschiedskonzert für seinen ehemaligen Schlagzeug-Lehrer Prof. Bernhard Wulff aus Kalifornien angereist. Das Konzert an der Freiburger Hochschule, zu dem er mit einer Soloperformance (Stimme, Tonband, Motorik) einen einsamen Höhepunkt lieferte, war sein erster Auftritt in Deutschland seit zwei Jahren. Auch James Avery hatte bis kurz vor seinem Tod eine Professur an der Hochschule für Musik in Freiburg inne. „So werden mit dieser Auszeichnung gleich mehrere musikalische Lehrer und Weggefährten geehrt!“, freute sich Steven Schick in seiner Dankesrede, nachdem PdSK-Juror Thomas Rübenacker (links im Bild) die Laudatio gesprochen und ihm die Urkunde überreicht hatte. Foto: Thomas Bauer

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Jahrespreisverleihung an Grigory Sokolov

Jahrespreisverleihung an Grigory SokolovBonn. Im Rahmen eines seiner raren Konzerte nahm Grigory Sokolov am Wochenende in der Kölner Philharmonie den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK e.V.) entgegen. Er war ihm vom Jahresausschuss des PdSK zuerkannt worden für das 2016 veröffentlichte Doppelalbum mit zentralen Werken von Schubert und Beethoven, live mitgeschnitten bei Recitals, die Sokolov in Salzburg und Warschau gab. In der Begründung der Jury heißt es dazu: „Seine Finger führen Handlungsballette auf, sein Sinn für Timing und Kontraste macht aus Schuberts Impromptus D 899 und den Klavierstücken D 946 einen Slalom durch Gefühlswelten und aus Beethovens Hammerklavier-Sonate eine Konzentrationsübung.“ Die Urkunde wurde Sokolov am 8. April 2017 von PdSK-Juror Christoph Vratz (li.) überreicht. Foto: Jonathan Vratz

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Jahrespreisverleihung an Tord Gustavsen, Simin Tander und Jarle Vespestad in Weinstadt

jahrespreisverleihung Tord Gustavsen Weinstadt-Großheppach. Nicht zum ersten Mal lockte der Jazzclub Armer Konrad im schönen Remstal bei Stuttgart internationale Künstler von Format in die schwäbische Weinregion. So kam am 25. März 2017 der norwegische Pianist Tord Gustavsen nach Weinstadt.
Seit Changing Places, seinem ersten Album, das 2003 bei ECM erschien, gilt Gustavsen als Vorreiter einer neuen Spielart des skandinavischen Jazz. Zusammen mit seinem langjährigen Weggefährten Jarle Vespestad am Schlagzeug und der in Köln lebenden deutsch-afghanischen Jazzsängerin Simin Tander nahm er zuletzt das Album What Was Said auf, das die Jury vom Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. mit einem Jahrespreis 2016 auszeichnete.
„Weich fließen die Melodien, sanft, manchmal sakral muten die Meditationen über Gefühle, Sehnsüchte, Religiöses und Naturbeobachtungen an“, schreibt die Jury in ihrer Begründung über dieses Album. Es sei „anzusiedeln zwischen sogenannter ernster Musik, Jazz, Weltmusik, Folk – und zugleich von allem weit entfernt“.

Live konnte man diese einzigartige Musik am 25. März 2017 bei den Weinstadt Jazztagen erleben. Im Rahmen des Konzerts überreichte Werner Stiefele als Mitglied der Jazz-Jury beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. den Jahrespreis. Auf dem Foto (v.l.n.r.) Simin Tander, Tord Gustavsen, Werner Stiefele. (Foto: Luz Weber)

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Ehrenpreisverleihung an Klaus Buhlert im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Ehrenpreisverleihung "Preis der deutschen Schallplattenkritik" 2016 an Klaus Buhlert Leipzig. Klaus Buhlert, der für seine Hörspielinszenierungen, die große Schlüsselwerke der Weltliteratur wie "Ulysses" oder "Meister und Margarita" in beste Wort- und Klangkunst verwandeln, vom Jahresausschuss des Preises der deutschen Schallplattenkritik e.V. zu einem der drei Ehrenpreisträger des Jahres 2016 gekürt wurde, präsentierte während der Leipziger Buchmesse bei LEIPZIG HÖRT / LEIPZIG LIEST am 23. März 2017 in der Alten Handelsbörse im Zentrum der Stadt sein neuestes Werk: „Das Schloss“ von Franz Kafka. „So klingt Kafka – »Das Schloss« inszeniert von Ehrenpreisträger Klaus Buhlert“ hieß die vom Hörverlag ausgerichtete Veranstaltung, bei der Klaus Buhlert, die Schauspielerin Corinna Harfouch, eine der Hauptdarstellerinnen des aktuellen Projekts, Herbert Kapfer vom BR und PdSK-Juror Wolfgang Schiffer in einer Art Werkstattgespräch einen Blick hinter die Kulissen der Studioarbeit warfen. Am Beispiel von Hörspielausschnitten und Lesungen von Originalpassagen des Romans unternahmen sie den Versuch, dem Zuhörer zu vermitteln, worin die künstlerische Herausforderung besteht und wie komplex es ist, das geschriebene Wort in ein vollendetes akustisches Werk zu bringen. Das Überreichen der Urkunde zum Ehrenpreis 2016 durch Wolfgang Schiffer an Klaus Buhlert bildete den feierlichen Abschluss des Abends. Auf dem Foto (v.l.n.r.) Ellen Schweda (MDR), Wolfgang Schiffer (Juror und Laudator), Klaus Buhlert (Ehrenpreisträger), Herbert Kapfer (BR) und Corinna Harfouch. Foto: Renate Schönbeck

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Quartett der Kritiker unterwegs - die Stationen 2017

Quartett der Kritiker in Zürich. Foto: Christian SchwarzZürich. Zum Auftakt in diesem Jahr debattierte ein Quartett der Kritiker am 26. Januar in der Tonhalle Zürich über unterschiedliche Interpretationen der Ballets Russes. Intendantin Ilona Schmiel (li.) stellte die kontrovers diskutierende Runde vor. Auf dem Podium (v.li.n.re.) Dr. Christian Wildhagen, Wilhelm Sinkovicz, Dr. Eleonore Büning und Roland Wächter. Foto: Christian Schwarz



Quartett der Kritiker im Beethovenhaus Bonn. Foto: Bjoern WollBonn. Die PdSK-Juroren (v.li.n.re) Michael Struck-Schloen, Sabine Fallenstein, Christoph Vratz und Bjoern Woll diskutierten am 29. Januar im Beethoven-Haus in Bonn ausgewählte Aufnahmen von Beethovens „Hammerklaviersonaten“. Und die waren beim anschließenden Konzert bei Pierre-Laurent Aimard in allerbesten Händen. Foto: Bjoern Woll




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Wolfgang Rihm, Palazzetto Bru Zane, Christian Brückner, Udo Lindenberg. Das sind die Ehrenpreisträger und der Nachtigall-Preisträger 2017!

Bonn. Der Preis der deutschen Schallplattenkritik PdSK e.V. veröffentlicht heute die Namen der Ehrenpreisträger 2017, wie sie vom Jahresausschuss gekürt wurden.

Mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet werden der Komponist Wolfgang Rihm, der Sprecher Christian Brückner sowie die venezianische Stiftung Palazzetto Bru Zane. In den Jurybegründungen heißt es dazu, kein anderer Komponist von ernster Musik der Gegenwart könne eine so umfangreiche Diskographie vorweisen wie Wolfgang Rihm. Er zwinge der Musik beim Komponieren nichts auf, „er verfolge vielmehr ihren Wachstumsprozess“. Der Palazzetto Bru Zane wird ausgezeichnet für zwei einmalig sorgfältig produzierte, wissenschaftlich fundierte Editionsreihen mit Raritäten des französischen Repertoires, die ein neues Licht werfen „auf verschollene Werke teils bekannter, teils vergessener Komponisten“. Unter der von Christian Brückner „aufs Genaueste interpretierenden Stimmführung“ verwandle sich, so die Jury, jede Literatur, egal ob „als Entwurf oder auch Gegenentwurf zur Welt, in eine erlebbare Geschichte“. Schließlich: die Nachtigall 2017. Diese nur maximal einmal im Jahr ausgelobte Trophäe, eine kostbare Bronzeskulptur von Daniel Richter, geht 2017 an den Sänger Udo Lindenberg, einen herausragenden stilprägenden Künstler. Die Verleihungszeremonien werden im passenden Rahmen mit Publikum gefeiert werden; Zeitpunkt und Ort gibt der PdSK e.V. jeweils zeitnah bekannt.

Die zehn Kritiker-Juroren im amtierenden Jahresausschuss sind: Susanne Benda (Jury Chormusik, Stuttgarter Nachrichten), Eleonore Büning (Jury Kammermusik, F.A.Z.), Sabine Fallenstein (Jury Cembalo & Orgel, SWR), Michael Kube (Jury Orchestermusik, Freier Autor, Fono-Forum), Joachim Mischke (Jury Filmmusik, Hamburger Abendblatt), Wolfgang Schiffer (Jury Hörbuch, WDR, Freier Autor), Werner Stiefele (Jury Jazz I, Fachjournalist für Jazz), Jan Reichow (Jury Traditionelle Ethnische Musik, Freier Autor, WDR), Jörg Wachsmuth (Jury Black Music, Freier Autor, rap2soul) und Heinz Zietsch (Jury Grenzgänger, Freier Autor, Darmstädter Echo).

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Jahrespreisverleihung "Niobe, Regina di Tebe" von Agostino Steffani

Jahrespreisverleihung "Niobe, Regina di Tebe" von Agostino SteffaniBremen. Verleihung des Jahrespreises der Deutschen Schallplattenkritik für die Opern-Produktion "Niobe, Regina di Tebe" von Agostino Steffani (Erato/Warner Classics) und spannendes neues Projekt des BEMF bei Radio Bremen. Die beiden auch anderweitig vielfach preisgekrönten (u.a. einen GRAMMY Award und vier weitere Grammy Nominierungen) Leiter des Boston Early Music Festival (BEMF) und Barockopern-Spezialisten Paul O’Dette und Stephen Stubbs sind zurück in der Bremer Erfolgsschmiede mit Kammerduett-Werken Agostino Steffanis. Es sind die Duette von Liebe und Leidenschaft, die O’Dette und Stubbs mit ihrem auch diesmal in hochkarätiger Gesangsbesetzung aufgestellten Boston Early Music Festival Chamber Ensemble am 5. Februar im Sendesaal Bremen auf die Bühne brachten.  Fünf der neun Duette sollen im Herbst 2017 erstmals auf CD erscheinen. Bjørn Woll, Juror in der Kategorie Oper I, überreichte im Rahmen des Konzerts für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik (PdSK e. V.) den Jahrespreis, den das BEMF mit der CD-Einspielung  der "Niobe“-Oper 2015 errungen hatte. „Wunderwerke prallbarocker Bildlichkeit“, so heißt es in der Jury-Begründung dort. Auf dem Foto (v.li.n.re.): Colin Balzer (Tenor), Amanda Forsythe (Sopran), Björn Woll (Juror PdSK), Stephen Stubbs (BEMF), Paul O’Dette (BEMF), Renate Wolter-Seevers (Produktionsleitung Radio Bremen), Christian Immler (Bass-Bariton)

Das Konzert wurde von Radio Bremen Fernsehen für den Arte concert live stream aufgezeichnet und steht seit dem 5. Februar für sechs Monate im Internet bei Arte TV concert zum Nachsehen zur Verfügung. Das Nordwestradio sendete die Aufzeichnung des Konzertes am 25. März 2017 um 20.05 Uhr in der Sendung Nordwestradio in concert.
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Jahrespreisverleihung an Artemis Quartet in der Berliner Philharmonie

Jahrespreis an Artemis Quartet im Kammermusiksaal der Berliner PhilharmonieBerlin. Das in Berlin sesshafte Artemis Quartet war 2015 mit einem Jahrespreis für die Brahms-Streichquartette c-moll op. 51,1 & B-Dur op. 67 ausgezeichnet worden. „Wegweisend ist der transparente, biegsame, leichte Tonfall im Umgang mit Brahms, das klare Ja zu Vibrato, Expression, Romantik“, wie es in der Jury-Begründung heißt. Im gleichen Jahr hatte das Quartett indessen einen schweren Schicksalsschlag erlitten. Im Juli, nur wenige Wochen vor Veröffentlichung der Aufnahme, für die diese Auszeichnung vergeben wurde, verstarb der Bratschist Friedemann Weigle. Den Schock über den Verlust von Friedemann Weigle, der das Klangbild des Streicherquartetts maßgeblich geprägt hatte, zu verkraften, war schwer. Doch seit März 2016 tritt das Artemis Quartet wieder auf, in neuer Formation mit der US-Amerikanerin Anthea Kreston, die sich als zweite Geige wundersam einfügt und dem Artemis Quartet zu neuem Leben verhilft.

Dr. Eleonore Büning (Vorstandsvorsitzende des PdSK) überreichte den vier Musikern in neuer Besetzung (v.l.n.r.) Eckart Runge (Cello), Vineta Sareika (1. Violine), Anthea Kreston (2. Violine) und Gregor Sigl (Bratsche) diesen Jahrespreis 2015 am 24. November in der Berliner Philharmonie. Foto: Gaby Hofmann
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Von Anderson bis Zender: Die elf Jahrespreise 2016 vom PdSK e.V.

jahrespreis-117px-transparentBonn. Der Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. gibt die elf Siegertitel bekannt, die mit einem Jahrespreis 2016 ausgezeichnet werden. Insgesamt waren 113 Produktionen, die in den letzten achtzehn Monaten herauskamen, von der Gesamtjury als herausragend evaluiert und für die Longlist nominiert worden. Dem Jahresausschuss oblag die Qual der Wahl, aus dieser Fülle abermals eine Auslese treffen zu müssen, wobei die repräsentative Bandbreite an Musiksorten, wie sie vom PdSK e.V. Quartal für Quartal beobachtet und bewertet wird, immer noch aufscheinen sollte. Unter den Jahrespreisen finden sich Neues neben Altem, eine Verdi-Oper neben einem Soul-Blues-Debut, Jazz-Poesie neben Schubert-Liedern, Trommelgesänge neben Hör-Dramen.

Je ein Jahrespreis 2016 geht an 1.) den Chordirigenten Hans-Christoph Rademann und seinen Dresdner Kammerchor für ihr waghalsiges Unterfangen, sämtliche Vokalwerke von Heinrich Schütz aufzunehmen, mit hervorragenden Solisten und auf historisch informierter Textbasis, insbesondere für die 2016 neu erschienene Johannespassion (Carus/Note1); 2.) an den norwegischen Pianisten Tord Gustavsen, der sich für sein Album What Was Said mit melancholisch-zarten Übermalungen heimatlicher Kirchenhymnen mit dem Perkussionisten Jarle Vespestad und Sängerin Simin Tander zusammentat (ECM/Universal); 3.) an Hörspielautor Ben Neumann und Regisseur Christoph Kalkowski für die reich ausgestattete, fulminant besetzte Hörspielproduktion von Jewgenij Samjatins Zukunftsroman „Wir“ (Audio Verlag); 4.) an den Dirigenten Pablo Heras-Casado, das Freiburger Barockorchester, die Geigerin Isabelle Faust, den Cellisten Jean-Guihen Queyraz sowie den Pianisten Alexander Melnikov für ihr innovatives Robert-Schumann-Projekt mit Sämtlichen Trios und Konzerten (harmonia mundi); 5.) an den New Yorker R&B-Künstler Maxwell für den zweiten Teil seiner lebensprühenden New-York-Trilogie: blackSUMMERS’night (Sony); 6.) an den russischen Ausnahmepianisten Grigory Sokolov für den Salzburger Live-Mitschnitt eines Konzertes mit Beethovens Hammerklaviersonate und späten Schubert-Stücken (DG/Universal); 7.) an den Dirigenten Antonio Pappano für seine neue Maßstäbe setzende Studioeinspielung der Oper Aida von Giuseppe Verdi, mit herausragenden Solisten, u.a. Anja Harteros und Jonas Kaufmann (Warner); 8.) an den jungen weißen Blues-Sänger Anderson East aus Alabama für sein erstaunliches erstes Album Delilah (Electra/Warner); 9.) an den Tenor Christoph Prégardien und den Pianisten Julius Drake für ihre entspannt-meisterhafte Schubertlesart auf dem Album Poetisches Tagebuch, mit den raren Schulze-Liedern (Challenge/New Arts International); 10.) an die Berliner Musikethnologin Edda Brandes, die für das kleine Entdecker-Label Benkadi die unerhörten Töne der traditionellen Musikformen Mauretaniens einfing, in Ton und Bild (www.benkadi.org); 11.) an den Akkordeonisten Teodoro Anzellotti und den Violaspieler Christophe Desjardins, die auf ihrem Album …of waters making moan sechs zeitgenössische Kompositionen in Ersteinspielung vorstellen, von Hans Zender, Rebecca Saunders, Gérard Pesson, Marco Stroppa und Jonathan Harvey.
 icon Jahrespreise 2016


jp-ausschuss-pdsk-2016Dem Jahresausschuss gehörten 2016 folgende elf Juroren an: Susanne Benda (Jury Chormusik, Stuttgarter Nachrichten), Eleonore Büning (Jury Kammermusik, FAZ), Sabine Fallenstein (Jury Cembalo & Orgel, SWR), Michael Kube (Jury Orchestermusik, freier Autor, u.a. Fono Forum,), Joachim Mischke (Jury Filmmusik, Hamburger Abendblatt), Jan Reichow (Jury Traditionelle ethnische Musik, WDR); Wolfgang Schiffer (Jury Hörbuch, freier Autor, WDR); Werner Stiefele (Jury Jazz I, freier Autor, u.a. Stuttgarter Zeitung); Jörg Wachsmuth (Jury R&B, Soul&HipHop, freier Autor, u.a. für das Portal rap2soul.de), Heinz Zietsch (Darmstädter Echo und freier Autor, Jury Grenzgänge), sowie, beratend, Vorstandsmitglied Manfred Gillig-Degrave (Jury Alternative, Musikwoche). (Foto: Angelika Inhoffen)
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