Frankfurter Talk mit dem "Quartett der Kritiker"

mmf-logo-2018Frankfurt/Main. Will das Publikum überhaupt noch seriöse Musikkritik, oder reichen ihm Social-Media-Bewertungen? Braucht man High-End-Geräte zur Beurteilung der Qualität einer Musikproduktion? Über solche und andere Fragen diskutiert im Rahmen der Frankfurter Musikmesse am 14. April 2018 das "Quartett der Kritiker" – diesmal mit den PDsK-Kritikern aus den Jurys Rock sowie R&B, Soul und HipHop Torsten Fuchs, Manfred Gillig-Degrave und Fritz Werner Haver sowie dem Musikjournalisten Detlef Kinsler. Sie diskutieren anhand von Hörbeispielen auch darüber, welche Auswirkungen die Entmaterialisierung der Trägermedien und Formate – von Vinyl über CD und Download bis hin zum Streaming – auf die Hörgewohnheiten hat. Doch welche Rolle spielt all das bei der Beurteilung der Qualität einer Musikproduktion? Welche Unterschiede gibt es beim Kritikerhandwerk zwischen U- und E-Musik? Und letztlich stellt sich die Frage: Machen Werbung und Promotion die traditionelle Auseinandersetzung mit Musikproduktionen – sprich: die Rezension – in Zeitungen, Zeitschriften oder Radiosendungen nicht schon längst überflüssig? Die Antworten liefert das Quartett der Kritiker.

Wann: 14. April 2018, 17.00 Uhr
Wo: Hifi-Profis, Große Friedberger Str. 23-27, 60313 Frankfurt/Main
Um Anmeldung wird gebeten: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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Hanns Eisler: Jahrespreisverleihung an das Lied-Duo Steffen Schleiermacher und Holger Falk

180325-pv-holgerfalk-by-magdalenadeigendesch-webStuttgart. Eigens zu Ehren der Jahrespreisträger Steffen Schleiermacher (Klavier) und Holger Falk (Bariton) veranstaltete die Internationale Hugo-Wolf-Akademie am 25. März 2018 ein gut besuchtes Sonderkonzert im Hospitalhof in Stuttgart. Sie führten ausgewählte Stücke aus dem mehr als 500 Werke umfassenden Liedschaffen Hanns Eislers vor, angefangen vom Stempellied aus dem Jahr 1929 über Mutterns Hände von 1959 bis zu Hanns Eislers Ballade Bleib gesund mir, Krakau, das Eisler nur wenige Tage vor seinem Tod 1962 schrieb, und erklärten zugleich in inspirierten Moderationen die Widersprüche und Einmaligkeiten dieses Œuvres. "Falk verfügt über eine Fülle von unterschiedlichen Klangfarben, er deklamiert ungekünstelt, natürlich, mal agitierend, mal schlicht und zurückhaltend; Schleiermacher bringt bei den Brecht-Vertonungen mit kleinen Irritationen einen Schuss Dialektik ins Spiel", heißt es unter anderem im Begründungstext von Susanne Benda für den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK e.V.). Ausgezeichnet wurde das Lied-Duo für die CD "Hanns Eisler: Lieder Vol.1. Songs und Balladen 1929-1937". Inzwischen ist schon die zweite Doppel-CD ihrer exemplarischen, auf vier Ausgaben angelegten Eisler-Edition beim Label Dabringhaus und Grimm erschienen. Den Preis überreichte Dr. Eleonore Büning, Vorstandsvorsitzende des PdSK e. V. (v.l.n.r.: Steffen Schleiermacher, Dr. Eleonore Büning, Holger Falk, Foto: Magdalena Deigendesch)
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Bernd Alois Zimmermann: Jahrespreisverleihung an "Künstler im Gespräch" des Labels Cybele

180320-jp2017-cybele-by-uwereczko-webWuppertal. Im Rahmen eines Gesprächskonzertes in der Hochschule für Musik und Tanz, Wuppertal wurden am Abend des 20.März 2018 Werke von Bernd Alois Zimmermann aufgeführt und diskutiert im Rahmen der Feierlichkeiten zur Verleihung eines Jahrespreises 2017 an die Edition "Bernd Alois Zimmermann und das symphonische Spätwerk". Zu dieser jüngsten Ausgabe der Serie "Künstler im Gespräch" des Labels Cybele heißt es in der Laudatio von Michael Kube, Mitglied im Jahresausschuss des PdSK e.V.: "Exemplarische Neueinspielungen paaren sich mit historischen Klangdokumenten, Interviews und Literatur zu einem Komponisten-Portrait voller Überraschungen." Den Preis überreichte PdSK-Juror Norbert Hornig (rechts im Bild). Er wurde freudig entgegengenommen von Cybele-Moderatorin Mirjam Wiesemann und Produzent Ingo Schmidt-Lucas. (Foto: Uwe Reczko)
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Die neuen Termine 2018 für das Quartett der Kritiker

terzett-der-kritiker-preussen-museum-minden. Foto:Jutta WincklerBerlin. Der erste „Ring“ in Ostwestfalen rundet sich: Für den 6. September 2018 ist im Stadttheater Minden die Premiere von Richard Wagners Götterdämmerung angesetzt, im Bühnenbild von Frank-Philipp Schlößmann, inszeniert von Gerd Heinz, dirigiert von Frank Beermann. Zur Vorbereitung lud der Richard Wagner Verband Minden e.V. den Preis der deutschen Schallplattenkritik jetzt ausnahmsweise zu einem Terzett der Kritiker ein. Vor einem zahlreich erschienenen und ausdauernd interessierten Publikum im LWL Preußenmuseum Minden stritten die drei PdSK-Juroren Eleonore Büning, Manuel Brug (beide links im Bild) und Wolfgang Schreiber am 8. März über die Qualität der mehr als hundert verschiedenen Tonträgeraufnahmen der Götterdämmerung, von denen sie etliche in Bild und Ton vorstellten. Einig war man sich in zumindest zwei Punkten: Mit der Besetzung der Partie der Brünnhilde steht oder fällt nun mal jede Produktion – und die beste Brünnhilde aller Zeiten war immer noch Kirsten Flagstadt. (Foto: Jutta Winckler)

Die nächsten Termine für das beliebte PdSK-Format Quartett der Kritiker: Am 23. März geht es im Festspielhaus Baden-Baden um Wagners Parsifal, Anlass ist die Osterfestspiel-Premiere des Werkes, inszeniert von Dieter Dorn, dirigiert von Simon Rattle, es diskutieren die Juroren Manuel Brug, Eleonore Büning, Markus Thiel und Kai Luehrs-Kaiser.

Am 27. Mai geht es bei den Dresdner Musikfestspielen um die dritte Symphonie von Johannes Brahms, zum Kritiker-Quartett treffen sich die Juroren Eleonore Büning, Albrecht Thiemann, Christian Wildhagen und Wolfgang Schreiber. Und dann geht es Schlag auf Schlag:

Am 1. Juni steht in der Philharmonie Luxemburg das Concert pour orchestre von Béla Bártok auf dem Prüfstand, mit dabei die Juroren Susanne Benda, Eleonore Büning, Wolfram Goertz und Christian Wildhagen.  Am 10. Juni lädt das Mozartfest Würzburg in den Kaisersaal, wo die Juroren Hans-Klaus Jungheinrich, Eleonore Büning, Elisabeth Richter und Thomas Rübenacker sich Mozarts B-Dur-Streichquartett KV 589 vornehmen werden. Am 13. Juni folgt als Veranstalter das Bachfest Leipzig, wo die Goldbergvariationen im Zentrum der Diskussion stehen, dazu treffen sich in der Alten Börse die Juroren Christian Kröber, Christoph Vratz und Eleonore Büning mit dem Gast Peter Korffmacher, Musikredakteur der Leipziger Volkszeitung.

Am 18. Juni ist das Quartett der Kritiker wieder zu Gast beim Klavierfestival Ruhr, diesmal in Duisburg in der Gebläsehalle, es geht um das Prélude à l’après-midi d’un faune von Claude Debussy, mit den Juroren Eleonore Büning, Wolfram Goertz, Norbert Hornig und Michael Stegemann.

Weitere Quartette der Kritiker sind geplant im Sommer und Herbst beim Berliner Musikfest, in der Alten Oper Frankfurt, beim Louis-Spohr-Wettbewerb in Hannover sowie bei den Opernfestspielen in Heidenheim. Außerdem finden in der Sparte Jazz- und Popmusik am 14. April im Rahmen der Frankfurter Musikmesse und am 11. Mai auf der High End in München zwei weitere Quartette der Kritiker statt. Bei letzterem wird Till Brönner seinen Ehrenpreis 2017 in Empfang nehmen.

Die Termine bis Juni 2018 im Überblick:

23. März, 18.00 Uhr, Festspielhaus Baden-Baden / Wagner
14. April, 19.00 Uhr, Musikmesse Frankfurt a.M. / Jazz & Pop
11. Mai, 14.00 Uhr, High End München / Jazz & Pop
27. Mai, 18.00 Uhr, Dresdner Musikfestspiele, Kulturpalast / Brahms
01. Juni, Philharmonie Luxemburg / Bártok
10. Juni, 19.30 Uhr, Mozartfest Würzburg, Kaisersaal Residenz / Mozart
13. Juni, 16.00 Uhr, Bachfest Leipzig, Alte Börse / J.S. Bach
18. Juni, 18.00 Uhr, Klavier-Festival Ruhr, Gebläsehalle Duisburg / Debussy
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Die erste Bestenliste des Jahres ist da!

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Berlin. Der Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK e.V.) veröffentlicht die erste Vierteljahresliste 2018. 157 Juroren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sichteten die Neuveröffentlichungen des Tonträgermarktes im letzten Quartal, in 32 Kategorien.

Insgesamt 305 Titel wurden für die Longlist nominiert. Ein knappes Zehntel davon, nämlich 29 Siegertitel schafften den Sprung auf die Bestenliste.
Äußerst selten kommt es vor, dass ein Debutalbum gleich zwei der Jurys restlos überzeugen kann. Kelela, Produzentin, Sängerin und bildende Künstlerin aus LA, mit äthiopischen Wurzeln, ist es geglückt: Ihr experimentierfreudiges Album „Take me apart“ erhielt einmütig den Zuschlag einerseits der Pop-Jury, andererseits der Jury für R’n’B, Soul & HipHop. Für Björk ist „Utopia“ immerhin schon das elfte Soloalbum, sie machte das Rennen in der Kategorie Electronic & Experimental. Zum wiederholten Mal auf der Liste der Besten der Besten steht der Nachtigall-Preisträger 2015, Ausnahmebariton Christian Gerhaher, mit seinem Begleiter Gerold Huber, die beiden haben noch einmal „Die schöne Müllerin“ von Franz Schubert aufgenommen, als ein Konzeptalbum, mit allen nichtvertonten Texten. Ebenfalls wiederholt auf der Bestenliste: Jon Balke mit seinem Ensemble Siwan, favorisiert von der Jury Grenzgänge; und ebenfalls mit Schubert siegten der Dirigent Philippe Herrweghe und sein Antwerp Symphony Orchestra. Die Jury Blues kürte und ehrte den achtundsiebzigjährigen Sherman Holmes, die Jury Jazz entschied sich für den vierundachtzigjährigen Ernst-Ludwig Petrowsky und sein Trilogie-Abschluss-Album „Letzter Rabatz!“, die Jury Liedermacher für den wortmächtigen Barden Manfred Maurenbrecher und die Jury Zeitgenössische Musik freute sich über die gelungene Wiederentdeckung des nahezu in Vergessenheit geratenen Künstlers Julius Eastman.

Gleichfalls In-Memoriam-Editionen: eine Box mit Aufnahmen des legendären Geigenvirtuosen Alfredo Campoli sowie die Gesamtaufnahme der Film-Scores von George Martin, eingespielt vom Berlin Music Ensembles, Favorit der Filmmusik-Jury. Aber nicht nur die unschlagbaren großen Altmeister, auch etliche Senkrechtstarter und Newcomer bevölkern wieder diese aktuelle Bestenliste, darunter der russische Pianist Dmitry Masleev mit Werken von Schostakowitsch, Prokofjew und Scarlatti und die junge polnische Organistin Anna Pikulska mit Bach-Partiten. Die Jury Alte Musik entschied sich für das neue Bach-Händel-Album des belgischen Ensembles Vox Luminis unter Lionel Meunier, die Jury Chormusik schwärmte diesmal weit aus ins zwanzigste Jahrhundert und wählte das Requiem von György Ligeti in die Bestenliste, mit Frieder Bernius und dem Stuttgarter Kammerchor.

Weitere Künstler auf der aktuellen Bestenliste: der amerikanische Singer-Songwriter JD McPherson mit seiner Erneuerung des Rock’n’Roll, Daniel Kahn und seine Klezmerband The Painted Bird, die Geigerinnen Midori und Franziska Pietsch, die Dirigenten Diego Fasolis und John Nelson, die Schauspieler und Hörbuchmatadoren Ulrich Noethen und Hans Löw, der Komponist und Klarinettist Jörg Widmann nebst Bratscherin Tabea Zimmermann und Pianist Dénes Várjon, die Komponistin und Kanun-Virtuosin Maya Youssef, die libanesische Sängerin und Künstlerin Tania Saleh, der Filmemacher André Schäfer sowie die Clubmusiker von Mount Kimbie und Four Tet.icon Bestenliste 1-2018

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"Ausgezeichnet!" 2018 ist erschienen

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Berlin. "Ausgezeichnet!": Auf über hundert Seiten enthält die aktuell erschienene Broschüre alles über den Preis der deutschen Schallplattenkritik und seine Aktivitäten: Die neuen Ehrenpreisträger Herbert Blomstedt, Barbara Hannigan und Till Brönner, die Empfänger der Jahrespreise 2017 und die umfangreichen Jahresbestenlisten aus allen 32 Jurys, von Klassik bis Ethno, von Jazz bis Club & Dance.

Die Broschüre wird bei besonderen Anlässen wie z.B. den öffentlichen Auftritten unseres Quartetts der Kritiker, auf Anfrage auch in Musikgeschäften und Buchhandlungen, gratis aufgelegt. icon Ausgezeichnet 2018

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Ehrenpreisträger 2018: Herbert Blomstedt, Till Brönner, Barbara Hannigan

Berlin. Der Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. gibt heute die Ehrenpreisträger 2018 bekannt, wie sie vom Jahresausschuss 2017 gekürt wurden. Mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet werden der Dirigent Herbert Blomstedt, der Trompeter Till Brönner sowie die Sopranistin Barbara Hannigan: drei Ausnahmepersönlichkeiten, die in ihren jeweiligen Genres mit ihrem Willen zur Horizonterweiterung Maßstäbe gesetzt haben.

Die künstlerische Integrität Herbert Blomstedts ist einzigartig in der klassischen Musikwelt. Er gilt als einer der letzten großen Kapellmeister alter Schule, in der Kunstausübung und Handwerk sich gegenseitig bedingen, inspirieren und ergänzen. „Klare Zeichengebung und perfekte Schlagtechnik weiß er mit Partiturtreue und einer tiefen geistigen Durchdringung der Werke zu verbinden“, so der Jahresausschuss des PdSK e.V. über Blomstedt, und weiter: „Sein Repertoire kennt keine Grenzen, seine rastlos produktive Neugier ist immer wieder frisch.“ Orchester wie Publikum verehren ihn dafür seit Jahrzehnten.

Der Name Till Brönner dagegen steht für erstklassigen Jazz made in Germany, für Qualität und Coolness, für Entertainment und Stil. Bereits vor einem Vierteljahrhundert, da war Brönner 22 Jahre alt, erhielt er für sein Debütalbum „Generations Of Jazz“ seinen ersten Preis der deutschen Schallplattenkritik. „Man nimmt ihm ab, dass er sein Metier aus dem Effeff beherrscht, dass er es liebt und deshalb ernst nimmt“, so würdigt die Jury seine Vielseitigkeit. 2016 war Brönner der einzige Deutsche, der vor dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama beim
„5. International Jazz Day“ im Garten des Weißen Hauses spielte. Mit Spannung erwartet wird sein zwanzigstes Album, „Nightfall“, das er Ende Januar herausbringen wird, gemeinsam mit dem deutschen Bassisten Dieter Ilg.

Dritte im Bunde der Ehrenpreisträger ist die kanadische Sopranistin und Dirigentin Barbara Hannigan. Sie begann ihre längst weltumspannende Karriere als Sängerin, trat später dann aber auch als Dirigentin ins Rampenlicht, erst ausnahmsweise, inzwischen kombiniert sie beide Ausdrucksmöglichkeiten. Ihre besondere Liebe gehört den Werken der Moderne und der zeitgenössischen Musik, glanzvoll und umjubelt vor allem ihre Verkörperungen von Alban Bergs femme fatale Lulu. „Sie verliert sich in ihren Bühnenrollen, um sich zu finden“, heißt es in der Begründung der Jury: „Hannigan will Musik sein – als ob Musik machen nicht schon komplex genug sei.“

Die Verleihungszeremonien werden im passenden Rahmen mit Publikum gefeiert werden; Zeitpunkt und Ort gibt der PdSK e.V. jeweils zeitnah bekannt.

Im Jahresausschuss 2017 wirkten mit: Eleonore Büning (Jury Kammermusik, vormals FAZ), Mike Kamp (Jury Folk & Singer/Songwriter, Herausgeber „Folker“), Susanne Benda (Jury Chormusik, Stuttgarter Nachrichten), Michael Kube (Jury Orchestermusik, freier Autor, Fono Forum), Jörg Wachsmuth (HipHop, freier Autor, rap2soul), Sabine Fallenstein (Jury Cembalo- & Orgelmusik, SWR), Manfred Gillig-Degrave (Jury Rock, vormals Musikwoche), Werner Stiefele (Jazz I, Fachjournalist für Jazz) und Joachim Mischke (Jury Filmmusik, Hamburger Abendblatt).

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Schallplattenpreis an Daniil Trifonov verliehen

  Jahrespreisverleihung Daniil Trifonov. Foto: Peter Hundert PhotographyHamburg. Ein raffiniert komponiertes Recital zu Chopin, bei dem die erste Chopin-Note erst nach der Pause erklingt? Keine Selbstverständlichkeit, und damit genau das richtige Programm-Rezept für den Pianisten Daniil Tritonov, um sich klug und virtuos vom gängigen Repertoire-Sortiment zu entfernen. Seine Karriere begann vor wenigen Jahren aufsehenerregend mit Siegen bei gleich zwei großen Wettbewerben, in Moskau und Tel Aviv. Seither zeigt jedes neue CD-Projekt Trifonovs neue Facetten. Vor Chopins b-moll-Sonate op. 35 präsentierte er in Hamburg Werke, die von Chopin inspiriert wurden, unter anderem von Mompou, Grieg, Schumann und Tschaikowsky. Nach dem umjubelten Auftritt in der restlos ausverkauften Laeiszhalle wurde der junge russische Pianist mit dem Jahrespreis 2017 der deutschen Schallplattenkritik (PdSK e.V.) geehrt, insbesondere für sein Album mit Liszt-Etuden „Transcendental“. Überreicht wurde die Urkunde auf der Bühne des Großen Saals durch PdSK-Juror Joachim Mischke. (Foto: Peter Hundert Photography)

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Ausgezeichnete Klassik und andere Trüffel: Die zwölf Jahrespreise 2017 vom PdSK e.V.

jahrespreis-117px-transparentBonn.   Der Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. (PdSK) gibt heute die zwölf Siegertitel bekannt, die mit einem Jahrespreis 2017 ausgezeichnet werden. Unter den Preisträgern finden sich herausragende Klassik-Künstler wie Diana Damrau, Andrew Manze oder Daniil Trifonov, aber auch ein teuflisches Hörbuch mit Christoph Maria Herbst, ein perfektes Popalbum von Thomas Azier sowie grenzüberschreitende Musik aus Kurdistan mit dem Nishtiman Project.

Insgesamt hatte die PdSK-Gesamtjury 91 Produktionen, die in den vergangenen achtzehn Monaten veröffentlich wurden, als hervorragend evaluiert und für die Longlist nominiert. Der Jahresausschuss des PdSK traf dann aus dieser Fülle eine exquisite Auslese. Im Ergebnis sollte die repräsentative Bandbreite an Musiksorten aufscheinen, wie sie der PdSK e.V. Quartal für Quartal beobachtet und bewertet. Und so decken die Jahrespreise 2017 wieder ein breites Spektrum ab – von Opernarien und Symphonien über Klavier- und Kammermusik bis hin zu Jazz, Pop und Black Music. 

Je ein Jahrespreis 2017 geht an:

  • die große Sopranistin und Sängerdarstellerin Diana Damrau, die mit ihrem Album „Grand Opéra“ eine Lanze für den Opernkomponisten Giacomo Meyerbeer bricht (Erato/Warner);
  • an den holländischen Sänger, Songwriter und Keyboarder Thomas Azier, der mit seinem perfekten Popalbum „Rouge“ virtuos auf dem schmalen Grat zwischen Kitsch und Kunst balanciert (Virgin/Universal);
  • an den Pianisten Daniil Trifonov, der die zwölf „Études d’exécution transcendental“ von Franz Liszt in überragender technischer Ungebundenheit und gestalterischer Individualität spielt (Deutsche Grammophon/Universal);
  • an Autor Jochen Till und Schauspieler Christoph Maria Herbst, die mit dem Kinderhörbuch „Luzifer Junior – Zu gut für die Hölle“ bei aller Komik auch an grundsätzliche Fragen nach Freundschaft und Feindschaft, Gut und Böse rühren (Der Audio Verlag);
  • an das Schumann Quartett, das für sein kluges Programm „Landscapes“ Kompositionen von Haydn, Bartók, Takemitsu und Pärt kombiniert hat, gespielt mit Verve und beglückend risikoreicher Virtuosität (Berlin Classics/edel);
  • an den Londoner R&B-Künstler Sampha für sein Debütalbum „Process“, auf dem er mit seiner außergewöhnlichen Falsettstimme menschliche Emotionen, sprudelnde elektronische Beats und Loops mit Streicherschnipseln trägt (XL/Beggars);
  • an den Dirigenten Andrew Manze, der mit seiner NDR Radiophilharmonie bei den Symphonien Nr. 1 und 3 von Felix Mendelssohn Bartholdy traumwandlerisch sicheres Stilempfinden beweist (Pentatone/ Naxos);
  • an den Bariton Holger Falk und den Pianisten Steffen Schleiermacher für den Start ihrer vierteiligen Edition mit Liedern von Hanns Eisler - vorbildlich interpretiert, höchst wandelbar, mit einem Schuss Dialektik (MDG/Naxos);
  • an den Saxophonisten Daniel Erdmann und seine Mitstreiter im Trio Velvet Revolution, die mit coolem Swing und unerwarteten Wendungen auf „A Short Moment Of Zero G“ kurze Momente der Schwerelosigkeit erzeugen (BMC/Note 1);
  • an die Geigerin Alina Ibramigova und den Pianisten Cédric Tiberghien für die extrem dichte und lebendige Gesamteinspielung der 34 Violinsonaten von Wolfgang Amadeus Mozart (Hyperion/Note 1);
  • an das Nishtiman Project um den musikalischen Leiter Hussein Sahawy und die Sängerin Donya Kamali, das mit „Kobane, Kurdistan“ eine überzeugenden musikalischen Beitrag für ein  eigenständiges Kurdistan eingespielt hat (Accords Croisés/Harmonia Mundi);
  • an das Label Cybele und dessen achte Produktion der Reihe „Künstler im Gespräch“, gewidmet Bernd Alois Zimmermann zum 100. Geburtstag, mit zahlreichen Gratulanten und seltenen O-Tönen (Cybele/Klassik Center)

Die Jahrespreise sind, neben „Nachtigall“ und Ehrenpreis, die höchsten Auszeichnungen, die der PdSK zu vergeben hat. Die Ehrenpreisträger 2018 werden zeitnah im neuen Jahr verkündet. icon Jahrespreise 2017

Jahresausschuss 2017 Preis der deutschen SchallplattenkritikDem Jahresausschuss des PdSK e.V. gehören in wechselnder Besetzung bis zu elf Fachjuroren an. Im Jahresausschuss 2017 wirkten mit: Susanne Benda (Jury Chormusik, Stuttgarter Nachrichten), Eleonore Büning (Jury Kammermusik), Sabine Fallenstein (Jury Cembalo & Orgel, SWR), Manfred Gillig-Degrave (Jury Rock), Mike Kamp (Jury Folk & Singer/Songwriter, Folker), Michael Kube (Jury Orchestermusik, freier Autor, u.a. Fono Forum), Joachim Mischke (Jury Filmmusik, Hamburger Abendblatt), Werner Stiefele (Jury Jazz I, freier Autor, u.a. Stuttgarter Zeitung) sowie Jörg Wachsmuth (Jury R&B, Soul und HipHop, freier Autor, u.a. für das Portal www.rap2soul.de Foto: Angelika Inhoffen

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Quartett der Kritiker zu Gast beim 28. Musikfest Bremen

  musikfest_bremen_qua7c72caBremen. Schon zum zweiten Mal debattierte das Quartett der Kritiker des PdSK in der Glocke. Erstmals nun zu Gast beim Musikfest Bremen. Diesmal ging es in dieser musikalischen Talkshow um das große Thema „Mozarts Requiem“ - ein Werk, das fragmentarisch überliefert und von Legenden umrankt ist, aber wohl auch gerade deshalb zu den beliebtesten und meisteingespielten gehört. Die vier Juroren des „Preises der deutschen Schallplattenkritik“ e. V. führten im kleinen Saal der Bremer Glocke am 23. August einen spannenden Diskurs über höchst unterschiedliche Aufnahmen und Lesarten, mit Tonbeispielen. Im Anschluss daran wurde das Requiem von Teodor Currentzis und seinem Orchester musicaeterna im großen Saal der Glocke live aufgeführt.
Auf dem Podium (v.li.n.re):  Joachim Mischke (Hamburger Abendblatt), Michael Struck-Schloen (freier Musikjournalist für WDR, Süddeutsche Zeitung u. a.), Susanne Benda (Stuttgarter Nachrichten) und Rainer Wagner (Hannoversche Allgemeine Zeitung). Foto: Nikolai Wolff/Fotoetage

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Ehrenpreis an Palazzetto Bru Zane in Paris

  Ehrenpreis an Pallazetto Bru Zane in ParisParis. Im Rahmen des fünften Festivals Palazzetto Bru Zane wurde dieses vor acht Jahren in Venedig begründete Musikforschungs-Zentrum mit einem Ehrenpreis des PdSK e.V. ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand zum Auftakt einer ausverkauften Aufführung der Oper Phèdre von Jean-Baptiste Lemoyne am 8. Juni im Théâtre des Bouffes du Nord in Paris statt. Nicole Bru, Begründerin und Sponsorin des venezianischen Centre de musique romantique francaise konnte die Urkunde  persönlich entgegen nehmen. Juror Manuel Brug überbrachte  Madame Bru die Glückwünsche der Gesamtjury und hob in seiner auf Französisch gehaltenen Laudatio den Pioniercharakter ihres Instituts hervor. „Einzigartig in jeder Hinsicht“ seien zumal die Plattenproduktionen des Palazzetto Bru Zane, die in Zusammenarbeit mit dem spanischen Label Ediciones Singulares entstanden sind: „Hier ist der Name zum Programm geworden – von der künstlerisch hochkarätig besetzten Produktion bis hin zur individuellen Präsentation der CDs, jeweils in hochwertig ausgestattetem Buchformat, mit ausführlichen, den historischen Hintergrund ausleuchtenden Essays“. Mit einer staunenswerten Fülle an Wiederentdeckungen habe der Palazzetto Bru Zane binnen kurzem neue Repertoire-Horizonte für das Musikleben eröffnet. Brug weiter: „Wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass unser Wunsch nach französischer Musik des neunzehnten Jahrhunderts einmal so groß werden würde, dass wir ungeduldig auf die neue Saison der Stiftung Palazzetto Bru Zane warten, um unseren immer noch wachsenden Hunger wenigstens mit ein paar köstlichen Akustikhappen befriedigen zu können?“

Abgebildet: Nicole Bru (links) mit Manuel Brug. Fotocredit: Ulrike Wilckens (Palazzetto Bru Zane).

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Quartett der Kritiker bei den Dresdner Musikfestspielen

  Quartett der Kritiker bei den Dresdner MusikfestspielenDresden. Wer braucht das Beethovenjahr, das da schon wieder am Horizont aufdämmert? Beethoven ganz bestimmt nicht! Seine Musik ist immer aktuell, überall präsent, sie wird immer wieder anders und neu interpretiert - wenn überhaupt, dann braucht sie hellwache Zuhörer und den kritischen Diskurs. Am 10. Juni 2017 ging es im schönen Coselpalais vis à vis der Frauenkirche in Dresden heiß her um Ludwig van Beethovens Symphonie Nr.3 op.55 Es-Dur - die sogenannte Eroica. Zum wiederholten Mal hatten die Dresdner Musikfestspiele sich das Quartett der Kritiker des PdSK e.V. zu Gast gebeten. Festivalleiter Jan Vogler persönlich begrüßte die streitbare Talk-Runde mit den Juroren Susanne Benda (Stuttgarter Nachrichten), Manuel Brug (Welt),  Markus Thiel (Münchner Merkur) und Albrecht Thiemann (Opernwelt). Satz für Satz führten die vier Musikkritiker einem aufmerksamen Publikum die besten (aber auch einige interessant missratene) Tonaufnahmen des allzu bekannten Werkes in exemplarischen Ausschnitten vor, mit Kommentar. Anschließend, beim Abend-Konzert in der Frauenkirche, war die „Eroica“ dann live zu erleben, gespielt vom „historisch informierten“ Dresdner Festivalorchester unter der Leitung von Ivor Bolton.

Abgebildet von links nach rechts: Jan Vogler (Cellist und Leiter der Dresdner Musikfestspiele); sitzend: Manuel Brug, Susanne Benda, Albrecht Thiemann, Markus Thiel. Fotocredit: Kahl-Wolfsjäger.

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Spannendes Experiment auf der High End

  Musikkritiker auf der High End MünchenMünchen. Mit mehr als 21.000 Besuchern ist die High End in München inzwischen die weltweit größte Fachmesse der Audiobranche. Dort kann man die feinen Geräte, mit denen sich Musik genießen lässt, in allen nur denkbaren Varianten bestaunen. Doch ohne ausgezeichnete Musik ist auch die hochwertigste und ausgeklügeltste Musikübertragungsanlage nur ein leeres Medium. Wer aber sagt uns, welche Musikproduktionen sich wirklich lohnen? Genau: die Kritiker vom PdSK. 

Nach welchen Kriterien sie Musik beurteilen und welche Rolle Aufnahme- und Übertragungstechnik zwecks Steigerung des Hörvergnügens spielen können, darüber diskutierten am 20. Mai 2017 auf der High End in München vier PdSK-Juroren und zwei besondere Gäste, wobei sie die Musikbeispiele über edle Geräte des skandinavischen Herstellers Primare abspielten, schließlich war man ja nicht bloß zufällig zum ersten Mal auf der High End.
Auch die Musikauswahl war eine Premiere: Sie stellte die Neu-Edition eines klassischen Rockalbums ("Stand Up" von Jethro Tull) neben Neue Musik von Iannis Xenakis ("Persephassa" für sechs Schlagzeuger, "La Légende d'Eer" für siebenspuriges Tonband) sowie Jazz ("Cimbalom Unlimited" von Miklos Lukács, Larry Grenadier und Eric Harland) neben die dystopische Lagerfeuerromantik der kanadischen Band Timber Timbre ("Sincerely, Future Pollution"). 
Dabei wurden Querverbindungen deutlich, etwa wenn die Zimbel von Miklos Lukács die Verwandtschaft mit ihrer indischen Verwandten Santoor erkennen lässt. Oder wenn das Tonbandexperiment von Iannis Xenakis an spätere Elektronikmusiker wie Klaus Schulze oder Tangerine Dream erinnert.
Da lag das Fazit nahe: Gute Musik kennt keine Grenzen. Ebenso wie gute Musikwiedergabe. Und am besten ist es, wenn man nicht nur über gute Musik redet oder liest, sondern sie auch gleich hören kann. Wie bei diesem Quartett der Kritiker in München.

Auf dem Foto (von links): Max Nyffeler, als Gast Harald Reitinger (Komponist, Produzent, TV-Moderator), Lothar Brandt, MusikWoche-Herausgeber Manfred Gillig-Degrave, als Gast Andreas Spreer (Tonmeister, Gründer und Inhaber des Labels Tacet) und Ralf Dombrowski.

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Ehrenpreis für die Stimme von Robert de Niro

Ehrenpreis-2017 an Christian BruecknerBonn. Kenner nennen ihn „The Voice“ oder „Die Stimme“. Denn als exzellenter Hörbuch-, Hörspiel- und Synchronsprecher ist Christian Brückner nicht nur die deutsche Stimme von Robert de Niro – er ist schlicht einer der Besten. Zudem verleiht er mit seinem eigenen Hörbuchverlag (Parlando – Edition Christian Brückner) Werken von Joseph von Eichendorff oder Charles Baudelaire, James Joyce, Franz Kafka oder Adalbert Stifter eine markante Stimme.

Für sein vielfältiges Schaffen erhielt Brückner (auf dem Foto links) am 18. Mai 2017 im Literaturhaus in München eine der wichtigsten Auszeichnungen der deutschen Kulturszene: den Ehrenpreis des PdSK (Preis der deutschen Schallplattenkritik e. V.). Michael Struck-Schloen, PdSK-Juror in der Kategorie Wort & Kabarett, überreichte die Preisurkunde nebst Blumen im Rahmen des Programms „Christian Brückner liest Philip Roth: Verschwörung gegen Amerika“.

In seiner Laudatio stellte Struck-Schloen den Preisträger in eine Reihe mit Hochkarätern wie Herbert von Karajan, B.B. King und Keith Jarrett, wofür sich Brückner gerührt bedankte – und zwar mit „dieser unverwechselbar knarzigen Stimme“, mit der er „selbst feinste atmosphärische Nuancen ausdrücken kann“, wie es in der Jury-Begründung heißt. (Foto: Hagen-Schnauss)

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Jahrespreisverleihung an Steven Schick

Jahrespreisverleihung an Steven SchickFreiburg. Schlagzeuger Steven Schick aus San Diego wurde am 26. April 2017 im Rahmen eines Livekonzerts in Freiburg mit einem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Der Preis wurde ihm von der Gesamtjury des Preises der deutschen Schallplattenkritik  (PdSK e.V.) zugesprochen für seine Produktion von Karlheinz Stockhausens „Complete Early Percussion Works“ (Mode Records, im Vertrieb von Klassik Center) 2015. Diese preisgekrönte Aufnahme,  „ein Meilenstein der Moderne“ (Jury), war die letzte, die Schick mit seinem inzwischen verstorbenen Freund und Dauer-Spielpartner James Avery realisieren konnte. Schick war zu einem Abschiedskonzert für seinen ehemaligen Schlagzeug-Lehrer Prof. Bernhard Wulff aus Kalifornien angereist. Das Konzert an der Freiburger Hochschule, zu dem er mit einer Soloperformance (Stimme, Tonband, Motorik) einen einsamen Höhepunkt lieferte, war sein erster Auftritt in Deutschland seit zwei Jahren. Auch James Avery hatte bis kurz vor seinem Tod eine Professur an der Hochschule für Musik in Freiburg inne. „So werden mit dieser Auszeichnung gleich mehrere musikalische Lehrer und Weggefährten geehrt!“, freute sich Steven Schick in seiner Dankesrede, nachdem PdSK-Juror Thomas Rübenacker (links im Bild) die Laudatio gesprochen und ihm die Urkunde überreicht hatte. Foto: Thomas Bauer

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Jahrespreisverleihung an Grigory Sokolov

Jahrespreisverleihung an Grigory SokolovBonn. Im Rahmen eines seiner raren Konzerte nahm Grigory Sokolov am Wochenende in der Kölner Philharmonie den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK e.V.) entgegen. Er war ihm vom Jahresausschuss des PdSK zuerkannt worden für das 2016 veröffentlichte Doppelalbum mit zentralen Werken von Schubert und Beethoven, live mitgeschnitten bei Recitals, die Sokolov in Salzburg und Warschau gab. In der Begründung der Jury heißt es dazu: „Seine Finger führen Handlungsballette auf, sein Sinn für Timing und Kontraste macht aus Schuberts Impromptus D 899 und den Klavierstücken D 946 einen Slalom durch Gefühlswelten und aus Beethovens Hammerklavier-Sonate eine Konzentrationsübung.“ Die Urkunde wurde Sokolov am 8. April 2017 von PdSK-Juror Christoph Vratz (li.) überreicht. Foto: Jonathan Vratz

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Jahrespreisverleihung an Tord Gustavsen, Simin Tander und Jarle Vespestad in Weinstadt

jahrespreisverleihung Tord Gustavsen Weinstadt-Großheppach. Nicht zum ersten Mal lockte der Jazzclub Armer Konrad im schönen Remstal bei Stuttgart internationale Künstler von Format in die schwäbische Weinregion. So kam am 25. März 2017 der norwegische Pianist Tord Gustavsen nach Weinstadt.
Seit Changing Places, seinem ersten Album, das 2003 bei ECM erschien, gilt Gustavsen als Vorreiter einer neuen Spielart des skandinavischen Jazz. Zusammen mit seinem langjährigen Weggefährten Jarle Vespestad am Schlagzeug und der in Köln lebenden deutsch-afghanischen Jazzsängerin Simin Tander nahm er zuletzt das Album What Was Said auf, das die Jury vom Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. mit einem Jahrespreis 2016 auszeichnete.
„Weich fließen die Melodien, sanft, manchmal sakral muten die Meditationen über Gefühle, Sehnsüchte, Religiöses und Naturbeobachtungen an“, schreibt die Jury in ihrer Begründung über dieses Album. Es sei „anzusiedeln zwischen sogenannter ernster Musik, Jazz, Weltmusik, Folk – und zugleich von allem weit entfernt“.

Live konnte man diese einzigartige Musik am 25. März 2017 bei den Weinstadt Jazztagen erleben. Im Rahmen des Konzerts überreichte Werner Stiefele als Mitglied der Jazz-Jury beim Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. den Jahrespreis. Auf dem Foto (v.l.n.r.) Simin Tander, Tord Gustavsen, Werner Stiefele. (Foto: Luz Weber)

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Ehrenpreisverleihung an Klaus Buhlert im Rahmen der Leipziger Buchmesse

Ehrenpreisverleihung "Preis der deutschen Schallplattenkritik" 2016 an Klaus Buhlert Leipzig. Klaus Buhlert, der für seine Hörspielinszenierungen, die große Schlüsselwerke der Weltliteratur wie "Ulysses" oder "Meister und Margarita" in beste Wort- und Klangkunst verwandeln, vom Jahresausschuss des Preises der deutschen Schallplattenkritik e.V. zu einem der drei Ehrenpreisträger des Jahres 2016 gekürt wurde, präsentierte während der Leipziger Buchmesse bei LEIPZIG HÖRT / LEIPZIG LIEST am 23. März 2017 in der Alten Handelsbörse im Zentrum der Stadt sein neuestes Werk: „Das Schloss“ von Franz Kafka. „So klingt Kafka – »Das Schloss« inszeniert von Ehrenpreisträger Klaus Buhlert“ hieß die vom Hörverlag ausgerichtete Veranstaltung, bei der Klaus Buhlert, die Schauspielerin Corinna Harfouch, eine der Hauptdarstellerinnen des aktuellen Projekts, Herbert Kapfer vom BR und PdSK-Juror Wolfgang Schiffer in einer Art Werkstattgespräch einen Blick hinter die Kulissen der Studioarbeit warfen. Am Beispiel von Hörspielausschnitten und Lesungen von Originalpassagen des Romans unternahmen sie den Versuch, dem Zuhörer zu vermitteln, worin die künstlerische Herausforderung besteht und wie komplex es ist, das geschriebene Wort in ein vollendetes akustisches Werk zu bringen. Das Überreichen der Urkunde zum Ehrenpreis 2016 durch Wolfgang Schiffer an Klaus Buhlert bildete den feierlichen Abschluss des Abends. Auf dem Foto (v.l.n.r.) Ellen Schweda (MDR), Wolfgang Schiffer (Juror und Laudator), Klaus Buhlert (Ehrenpreisträger), Herbert Kapfer (BR) und Corinna Harfouch. Foto: Renate Schönbeck

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Jahrespreisverleihung "Niobe, Regina di Tebe" von Agostino Steffani

Jahrespreisverleihung "Niobe, Regina di Tebe" von Agostino SteffaniBremen. Verleihung des Jahrespreises der Deutschen Schallplattenkritik für die Opern-Produktion "Niobe, Regina di Tebe" von Agostino Steffani (Erato/Warner Classics) und spannendes neues Projekt des BEMF bei Radio Bremen. Die beiden auch anderweitig vielfach preisgekrönten (u.a. einen GRAMMY Award und vier weitere Grammy Nominierungen) Leiter des Boston Early Music Festival (BEMF) und Barockopern-Spezialisten Paul O’Dette und Stephen Stubbs sind zurück in der Bremer Erfolgsschmiede mit Kammerduett-Werken Agostino Steffanis. Es sind die Duette von Liebe und Leidenschaft, die O’Dette und Stubbs mit ihrem auch diesmal in hochkarätiger Gesangsbesetzung aufgestellten Boston Early Music Festival Chamber Ensemble am 5. Februar im Sendesaal Bremen auf die Bühne brachten.  Fünf der neun Duette sollen im Herbst 2017 erstmals auf CD erscheinen. Bjørn Woll, Juror in der Kategorie Oper I, überreichte im Rahmen des Konzerts für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik (PdSK e. V.) den Jahrespreis, den das BEMF mit der CD-Einspielung  der "Niobe“-Oper 2015 errungen hatte. „Wunderwerke prallbarocker Bildlichkeit“, so heißt es in der Jury-Begründung dort. Auf dem Foto (v.li.n.re.): Colin Balzer (Tenor), Amanda Forsythe (Sopran), Björn Woll (Juror PdSK), Stephen Stubbs (BEMF), Paul O’Dette (BEMF), Renate Wolter-Seevers (Produktionsleitung Radio Bremen), Christian Immler (Bass-Bariton)

Das Konzert wurde von Radio Bremen Fernsehen für den Arte concert live stream aufgezeichnet und steht seit dem 5. Februar für sechs Monate im Internet bei Arte TV concert zum Nachsehen zur Verfügung. Das Nordwestradio sendete die Aufzeichnung des Konzertes am 25. März 2017 um 20.05 Uhr in der Sendung Nordwestradio in concert.
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